Nostalgieschirennen 2015

Nostalgie-Schirennen Mitte März in Lilienfeld

Bei diesem Rennen möchte sich der KSK wieder gerne beteiligen.

Diesbezüglich ersuchen wir um zahlreiche Meldungen. Der Termin ist noch nicht

fixiert, wird jedoch rechtzeitig per Ausschreibung bekannt gegeben.

Die Teilnahme ist nur möglich, wenn entsprechendes Schi- und Schischuhmaterial vorhanden ist. Die Schi dürfen keine Kanten haben und die Schuhe sind entsprechend der damaligen Bindung anzupassen (Lederschuhe). Statt der Stöcke wird mit einem Haselnussstock gefahren. Als Bekleidung ist ein „Schladminger“ oder ein ähnlich altes Bekleidungsstück zwingend erforderlich. Wir ersuchen daher, dass unsere Mitglieder uns mitzuteilen, ob in ihrem Besitz derartige Ausrüstungsgegenstände zur Verfügung sind um Renninteressenten ausrüsten zu können.


 

 

Beim 21. Nostalgieschirennen, das auf der Hinteralm in Lilienfeld bei der Traisnerhütte stattfand, starteten 8 Damen und 16 Herren.  Ausgerechnet gab es an diesem Tag starken Nebel, Tage vorher und danach herrschten Schönwetter.

Der Aufstieg erfolgt entweder mit dem Sessellift oder zu Fuß auf den Muckenkogel, von dort im sportlichen Sinne Mathias Zdarsky’s ein Fußmarsch von ca. 40 Minuten zur Traisnerhütte.

Die einzige „rennmäßige“ Veranstaltung unter historischen Bedingungen erfordert:

Holzschi ohne Stahlkanten

Einstock (Bambus- oder Haselnussstock)

Lederschnürschuhe (keine Schalenschuhe)

Riemenbindung (wünschenswert: Lilienfelder Alpenskibindung)

Historische Skikleidung im Stil der vorigen Jahrhundertwende

Eingeleitet wurde das Rennen am Samstagabend durch einen gemütlichen und lustigen Hüttenabend.

Nach dem Anstieg muss man 10 € Startgeld entrichten. Dafür bekommt man aber ein „Pschoad“- Packerl mit einem Wekerl, einem Eckerlkäse und einer Kärntner Hauswurst, ein kleines Flascherl Holundersekt sowie Manner Schnitten.

Mit dem Programm gab es eine Einladung für Freitag, den…zum 30-jährigen Jubiläum der Nostalgie Skigruppe Traisen, wo Filme über die Schi- und Bindungserzeugung wie zu Zdarsky´s Zeiten gezeigt werden.  Weiteres gibt es eine Buchpräsentation über Mathias Zdarsky sowie eine Lichtbildpräsentation über 30 Jahre Highlights der Nostalgieskigruppe Traisen .

Man muss wissen, dass die Nostalgieschigruppe zu Weltmeisterschaften, Olympischen Spielen und auch Weltcups international eingeladen werden.

Sehenswert fand ich, dass neben vielen verschiedenen alten Skimodellen und Bindungen auch die originalen eleganten Bekleidungen wie zu Zdarsky’s Zeiten, die von einigen Teilnehmern getragen wurden. Damals fuhr man mit weißen Hemd und Krawatte.

Bruno Schmid, langjähriges KSK-Mitglied, hatte vor 2 Jahren bei seinem ersten Start den ersten(!) Platz gewonnen und ich hatte ihm versprochen im Jahre 2015 auf jeden Fall mitzukommen.

Meine Lisi wollte sich das Spektakel auch ansehen, hatte doch ihre Großmutter, dokumentiert durch ein Bild, bei einem der ersten  Rennen teilgenommen. Ein Preis war ihr dabei sicher, denn es gab’  nur drei Teilnehmerinnen! 

Schon vor dem Rennen war es sehr lustig und die Kremser Delegation wurde von der Schigruppe herzlich aufgenommen.

Die Starter kamen aus dem Pillachtal, wo es auch eine Nostalgiegruppe gibt, von Berndorf, natürlich aus Traisen, Hainfeld, Lilienfeld und sogar aus Gmunden.

Ich war das erste Mal dabei. Dabei war es gar nicht einfach entsprechend alte Schi ohne Kanten zu finden. Ich hatte Glück und fand ein uraltes Paar mit Bindung auf einem Dachboden, jedoch  gebrochen. So musste ich es dübeln und verleimen. Die Bindung war völlig unbrauchbar und daher besorgte ich mir eine original Zdarsky-Bindung, die man mir in Lilienfeld baute und die glücklicherweise auf meine Schier passte. 

Am Vortag des Rennens, ausgerüstet mit alten Schnallfellen fuhr ich zur Überprüfung meines Equipments auf den Jauerling. Mit meinen zu kleinen, unglaublich harten und bockigen, antiquierten Schuhen meines Schwiegervaters, hatte ich Schwierigkeiten die Bindung anzulegen. Schwierig waren die Riemen zu finden, die zur Fixierung

der Schuhe an die Schier dienen. Diese ließ ich aus alten Gürteln herstellen und haben sich daher nicht gut angeschmiegt. Es sollte

ja alles so wie früher sein.

Nach dem Anstieg gelang mir eine relativ gute Abfahrt auf einer sehr durchnässten Piste, keiner schaute zu, es war ja der Lift nicht mehr in Betrieb. Ich wollte auch keine Zuseher wie ich mit nur einem Stock zum Stemmschwung ansetze. Danach dachte ich mir, ich muss meine völlig durchnässten Schi, sie haben sicherlich 80 Jahre keine Feuchtigkeit gespürt, auch „rennmäßig“ behandeln, handelt es sich immerhin um ein Rennen.

Endlich war es soweit, aber der Start wurde 2-mal wegen der schlechten Sicht verschoben, man konnte die Tore kaum erkennen. Der nasse Neuschnee machte die Sache auch nicht leichter.

Mit meiner hohen Startnummer 24 hatte ich einen Vorteil, da die vor mir fahrenden Läufer den Schnee ein wenig zur Seite geschoben hatten. Vor dem Rennen bin ich noch 3-4 Tore zum Testen gefahren, da ging es mir eigentlich auch ganz gut. Also war ich überzeugt, dass alles gut gehen wird. Meine 2. Fahrt und dann gleich ein Rennen!  Man möchte sich ja schließlich nicht blamieren. Schon die Startvorbereitungen und die ersten Gestarteten verrieten einen ungemein lustigen Rennverlauf. Meine Lisi hat nur mehr gelacht und machte mit Riesenspaß Fotos.

Beim Rennen kam dann alles ganz anders. Man konnte sich wegen der mangelnden Sicht nur von Tor zu Tor hanteln. Der 1.Abschnitt bis zur ersten Kante war dann auch super für mich gelaufen, also hatte ich das richtige Wachs erwischt. Danach wurde es richtig steil und es kam ein Tor, das ich dann mit einem Salto passierte. Das Aufstehen war sehr beschwerlich und dabei habe ich viel Zeit liegen gelassen. Wenn mal der Rhythmus gestört ist, kommt natürlich noch ein zweites Malheur. Der Lauf ist lang und hat 30 Tore!

 

Bruno war mit seinem Lauf auch nicht zufrieden, obwohl er die 3. beste Laufzeit hatte. Beim letzten, seinem ersten Rennen, hatte er ja auf Anhieb gesiegt. Er fand seinen Rhythmus nicht, da er immer in den tiefen Schnee kam.

Kommentiert wurde das Rennen mit Nennung des Namens, des Geburtsdatums, des Wohnortes und den bisherigen Ergebnissen, gewürzt aber mit Humor und Witz, so dass man sich vor lachen den Bauch halten musste.

Wie wäre es gewesen, wenn der Kommentator alle Läufer gesehen hätte?  So entschwanden sie ihm nach dem ersten Tor im Nebel, den Stil der Läufer konnte er nicht mehr kommentieren. 

Wir hatten auch nach dem Rennen noch Tränen gelacht und waren dann die Letzten die gegen 17:00 Uhr zur Bergstation Muckenkogel kamen. Dort warteten Freunde um das Hinunterfahren mit der letzten Talfahrt zu gewährleisten.

Diesen Tag werden wir wahrscheinlich nicht so schnell vergessen. Ich möchte an dieser Stelle den Veranstaltern für die 30 Jahre Aufrechterhaltung dieser Veranstaltung danken und gratulieren.

Sie haben mit unglaublich viel Liebe und detailreicher Vielfalt eine wunderbare Veranstaltung organisiert.

Ich wünsche mir, dass sich Einige aus unserem Klub melden um nächstes Jahr eine stärkere Mannschaft des Kremser Schiklubs entsenden zu können.

Ich habe im Laufe der Zeit alte Schi gesammelt, die wir im Lager haben. Wichtig sind natürlich die Schuhe die man irgendwie auf Trödelmärkten auftreiben kann. Man müsste auch nach „zeitgerechter“ Bekleidung sehen. Das alles dauert seine Zeit.

Bruno und ich könnten jetzt schon helfen und wir würden uns über Verstärkung freuen. 

Glaubt mir, so ein lustiges Erlebnis hat man ganz selten! 

Ein Bericht von Ernst Wanner

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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